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Farbangleichung bei Kaskoschäden

Auch bei Kaskoschäden wird ohne Unterlass um Kosten der Beilackierung gestritten. Da gibt es offenbar große Unsicherheiten, zumal noch immer aus alten Versionen der AKB-Musterbdingungen des GDV hergeleitet wird, der Kaskoversicherer müsse die Kosten nicht tragen. Dazu erreichte UE die Frage eines Kfz-Sachverständigen.

FRAGE : Müssen die Kosten für die Beilackierung im Kaskofall übernommn werden ? Im konkreten Fall ist das Fahrzeug in der Farbe Polar-Silber Metallic zwei Jahre und 30000 km alt.Zur 100-Prozent-Wiederherstellung müssen nach Erneuerung der Tür aus sachverständigen Sicht der Kotflügel und die hintere Tür beilackiert werden. Der Versicherer hat zwar nach zähen Verhandlungen mit der Werkstatt Kostenübernahme zugesagt, aber was sagt hierzu die Rechtsprechung?

ANTWORT: Wie immer bei Kaskofragen fängt unsere Antwort mit den Worten an: Kaskorecht ist Vertragsrecht. Deshalb:

- Lesen, ob der konkrete Vertrag etwas zur Erstattung der Kosten für die farbangleichende Beilackierung enthält. Wenn ja, gilt das dort Geregelte.

- Ist dort nichts Spezifisches zur Beilackierung geregelt, schuldet des Kaskoversicherer die "erforderlichen Kosten". Welche das sind, erläutert ein BGH- Urteil vom 11.11.2015 ( Az. IV ZR 426/14, Abruf-Nr. 145782).

Quelle: Erschienen im Fachmagazin für Unfallschadenrecht: „Unfallregulierung effektiv“

 

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