Ihr Sachverständiger rund ums Kraftfahrzeug

Im Schadens­fall:
0 21 56 / 91 57 160

header 7

Höchstgebot des Standort-Betriebs muss kein Misstrauen säen

Einige Versicherer argumentieren in der Restwertschlacht vor den Gerichten wie folgt: Dem Geschädigten müsse doch auffallen, dass das höchste der drei lokalen Gebote von dem Betrieb komme, bei dem das Fahrzeug stehe. Und weil ihm gerade der Betrieb diesen Schadengutachter empfohlen habe, müsse der Geschädigte nun dem Schadengutachten misstrauen. Die Kungelei liege doch auf der Hand. Das ist falsch!

Aus den Augen eines Geschädigten wird anders herum ein Schuh draus: Dass bei der Einholung lokaler Angebote der Betrieb, bei dem das verunfallte Fahrzeug steht, ein besonders hohes Angebot abgibt, ist aus der subjektbezogenen Sicht des Geschädigten nicht nur naheliegend, sondern sogar zu erwarten. Dieser Betrieb hat beim Ankauf,keine Transaktions-, insbesondere keine Transportkosten. Zudem hat der dort Verantwortliche das Fahrzeug mit eigenen Augen gesehen und muss sich nicht auf Drittbeschreibungen verlassen. Anlass zu misstrauen besteht also nicht.

Auch die unterschwellige Unterstellung, der von der Werkstatt empfohlenen Sachverständige werde schon tun, was die Werkstatt erwarte, erfolgt ins Blaue hinein und ist unzutreffend. Sie mag die Erwartung eines Versicherers an die von ihm beauftragten Sachverständigen wiederspiegeln. Aber auch dort wird man von einem renommierten Gutachter erwartenkönnen, dass er die Grenzen eines vernünftigen ERmessensspielraums nicht überschreitet.

Quelle: Erschienen im Fachmagazin für Unfallschadenrecht: „Unfallregulierung effektiv“

Zurück