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Kein Versicherungsschutz für Touristenfahrten auf Rennstrecken

Die in vielen Kaskoverträgen verwendete Klausel, wonach kein Versicherungsschutz für Touristenfahrten auf offiziellen Rennstrecken besteht, ist unter AGB-Gesichtspunkten nicht zu beanstanden, entschied das OLG Hamm.

Hintergund: Schon immer gab es eine Klausel, wonach kein Versicherungsschutz für Schäden besteht, die durch die Teilnahme an Fahrtveranstaltungen entstehen, bei denen es auf die Erzielung einer Höchstgeschwindigkeit ankommt, und den dazugehörigen Übungsfahrten entstanden. So passten viele Veranstalter Ihre Reglements dahingehend an, dass es vordergründig nicht mehr auf die Geschwindigkeit ankam ( "Gleichmäßigkeitsfahrten" ). Weil sich aber auch deren Risiko eklatant hoch erwiesen und weil sogar die echten Touristenfahrten zu unzähligen Schäden führten ( Tipp: Bei You Tube " Nürburgring Fails" eingeben, aber nur, wenn Sie viel Zeit haben...) haben viele Versicherer per Klausel den Versicherungsschutz ausgeschlossen, wann immer der Versicherungsnehmer auf einer Rennstrecke fährt. Als einzige Ausnahme gilt oft ein Fahrsicherheitstraining.

Der Versicherungsnehmer hatte sich auf den Standpunkt gestellt, die Klausel sei unverständlich. Denn während die Strecke für Touristenfahrten freigegeben sei, sei sie ja gerade keine Rennstrecke. Das Gericht hielt die Klausel aber für ausreichend verständlich ( OLG Hamm, Beschluss vom 08.03.2017, Az. I-20 U 213/16, Abruf-Nr. 194125 ).

Quelle: Erschienen im Fachmagazin für Unfallschadenrecht: „Unfallregulierung effektiv“

 

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