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Keine Pflicht zur Offenlegung von Fremdrechnungen

Auch wenn die Werkstatt aus abgetretenem Recht gegen den unfallgegnerischen Versicherer klagt, ist sie nicht verpflichtet, im Schadenersatzprozess die Rechnung offenzulegen, die ihr der Lackierer gestellt hat.So sieht es - zu Recht - auch das AG Flensburg.

Für eine solche Forderung des Versicherers gibt es keine Rechtsgrundlage. Es muss überhaupt nicht offengelegt werden, dass einzelne Arbeitsschritte extern ausgeführt wurden. Umgekehrt ist die Werkstatt ohne weiteres berechtigt, einzelne Arbeitsschritte an Subunternehmer weiterzugeben und die diesbezüglich im Innenverhältnis bestehenden Preisabsprachen nicht offenzulegen. Da sie nach außen haftet, kann die Werkstatt nach außen auch "ihren" Preis berechnen ( AG Flensburg, Urteil vom 16.08.2017, Az. 63 C210/16, Abruf-Nr. 198244, eingesandt von Rechtsanwalt Matthias Schlüter, Flensburg).

Quelle: Erschienen im Fachmagazin für Unfallschadenrecht: „Unfallregulierung effektiv“

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