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Keine Preisvorgabe für die Erstattung der Gutachterkosten

Eine Information des Versicherers an den Geschädigten, Gutachten seien zum Pauschalpreis von 280 Euro bei bestimmten Schadengutachtern erhältlich, ein höherer Betrag werde daher nicht erstattet, ist ohne rechtliche Wirkung, entschied das AG München.

Das Gericht stellt darauf ab, dass der Geschädigte seinen Schadengutachter selbst auswählen darf und sich nicht auf einen von dem Schädiger vorgeschlagenen einlassen muss. Würde man dem Versicherer zugestehen, mit Hinweis auf günstige Preise eines ihm geneigten Anbieters eine Obergrenze durchsetzen zu können, wäre der Geschädigte mittelbar gezwungen, diesen Schadengutachter zu nehmen. Das höhlt seine Rechte aus. Im Übrigen dürfe der Geschädigte zurecht die Unabhängigkeit des Gutachters bezweifeln, wenn der sich auf solch niedrige Preisvereinbarungen mit dem Versicherer einlässt ( AG München, Urteil vom 20.09.2017, Az. 322 C 12124/17, Abruf-Nr. 196819).

Quelle: Erschienen im Fachmagazin für Unfallschadenrecht: „Unfallregulierung effektiv“

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