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Wer kein Geld zur Schadenbeseitigung hat, darf warten

Wenn der Geschädigte kein Geld für die Werkstattkosten hat und dies dem Versicherer mitteilt, darf er die Regulierung durch den Versicherer abwarten, bevor er regulieren lässt. Auch für einen sich daraus ergebenden langen Zeitraum muss der Schädiger den Ausfallzeitraum erstatten, entschied das AG Leer.

Der Geschädigte hatte kein eigenes Geld übrig. Die Kreditfrage hat sich wegen bereits laufender Kredite nicht gestellt. Der Versicherer hatte sich auf den Standpunkt gestellt, der Geschädigte habe den Unfall selbst verursacht.Etwa zehn Monate nach de Unfall hat das AG Leer mit diesem Urteil entschieden, der Unfallgegner und damit der Versicherer trügen die volle Verantwortung für den Unfall. Mit dem Urteil stellte das AG auch fest, dass der Geschädigte Anspruch auf die Nutzungsausfallentschädigung bisher und bis zur Fertigstellung des nicht mehr fahrfähigen Fahrzeugs habe. Das sind dann mehr als 300 Tage ( AG Leer, Urteil vom 10.07.2017, Az. 070 C 1166/16, Abruf-Nr. 197289, eingessandt von Rechtsanwalt Kai Timo Hanses, Leer).

Quelle: Erschienen im Fachmagazin für Unfallschadenrecht: „Unfallregulierung effektiv“

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